ars canoris 2014
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analog und digital

Das Dynamophon oder Telharmonium ist das älteste bekannte elektromechanisches (analoge) Musikinstrument. Ähnlich wie später bei der Hammond Orgel wurde ein Ton über die richtigen Drehzahlübersetzungen (Zahnräder) und durch magnetische Induktion erzeugt. Da es im ausgehenden 19. Jahrhundert allerdings noch keine Verstärker gab, mussten Wechselstrom-Dynamos den Ton (Tonhöhe über die Drehzahl) und die nötige Leistung (für Lautsprecher, bzw Telefonhörer) erzeugen. Dies machte das Dynamophon relativ unhandlich (Stichwort Homerecording und Tour-Keyboarder) und die ungefähr 200 Tonnen Transportgewicht wurden wahrscheinlich erst wieder von Pink Floyd Liveshows überboten. Große Verbreitung fanden elektronische Instrumente allerdings erst in den 60ern als Robert Moog seinen elektronischen (Transistor basierten) Moog- Synthesizer transportabel machte und Laurens Hammonds ‘Hammond- Orgel’ Einzug in die meisten Rock-, Blues- und Soulbands hielt.
Ende der 1940er Jahre wurden Computer bereits dazu verwendet Töne digital zu erzeugen, d.h. es wurden keine Oszillatoren oder Tonabnehmer verwendet, die elektronische oder mechanische Schwingungen verarbeiteten, sondern Daten ‘errechnet’ die über digital/analog Wandler ausgegeben einen Ton ergeben. Es dauerte allerdings weitere 30 Jahre, bis 1979 der Fairlight CMI  als erster käuflicher Sampler das Licht der Welt erblickte. Mit diesem ersten erfolgreichen digitalen Instrument standen dem Musiker 16 kByte Speicher pro Stimme bei einer Samplingrate von 24 kHz zur Verfügung. Trotz dieser, aus heutiger Sicht unglaublichen, Einschränkungen verbreitete sich diese Art der Klangerzeugung recht schnell und im Laufe der folgenden Jahre verbesserte sich auch der Sound und die Handhabung der Geräte. Allerdings wird auch oft noch heute dieser ‘digitale’ Klangeindruck aus den Anfangszeiten des Samplings mit aktueller digitaler Musik in Verbindung gebracht.